Beste Ideen Magazin
Beste Ideen -
aus der Pressemitteilung nach der
Vorstandssitzung am 23.04.2010:
Autobiografisches eines Stadtteils von ganz weit draussen und
Biografisches von besonderen Orten
„Who is Who“ und „Kultur in Bewegung“ – das sind zwei bemerkenswerte Projekte mit Geschichts-schreibung, Forschergeist und Kreativität. Der Vorstand der Jugend- und Familienstiftung des Landes Berlin hat sich in seiner letzten Sitzung Ende April für die Förderung von insgesamt 17 Projekten ent-schieden. Für deren Realisierung wurden Stiftungsmittel in Höhe von 83.000 EUR bereit gestellt. In die-sem Jahr wurden bisher 30 Projekte mit insgesamt 156.000 EUR Fördersumme unterstützt.
Who is Who – Geschichte(n) über die Geschichte(n) schreiben, zeigen, spielen
Wer ist wer? Was für eine Frage! Und die wird im Falkenhagener Feld gestellt, einer Hochhaussiedlung in Spandau. Dort leben Menschen, deren Bildungsstand und Mobilität besonders niedrig sind, so heißt es. In dem Projekt geht es um Partizipation, um Teilhabe, um Beteiligung. Die Menschen können ihre Geschichte erzählen, ihre Verbindungen zu anderen Menschen, eben das, was sie von sich preisgeben möchten. Sie können es aufschreiben und mit Fotos dokumentieren. Es entsteht eine Sammlung von autobiografischem Material, ein Bild der Gemeinde und ein Bild vom WIR. Die Projektteilnehmer/-innen werden zu Autoren, Regisseuren und Darstellern ihrer eigenen Geschichte und zu Mitautoren einen ge-meinsamen gesellschaftlichen Chronik. Mit einer Ausstellung und einem Theaterstück wird am Ende alles für alle zu sehen sein.
Kontakt: JugendTheaterWerkstatt Spandau e.V. – www.jugendtheaterwerkstatt.de
Kultur in Bewegung – bewegte Kultur
Jugend forscht – mal ganz anders. Hier geht es um Historisches. Um die Sensibilisierung der jungen Generation für die Baukultur, um Denkmale der Technik- und Verkehrsgeschichte. Im Rahmen von acht Workshops, angebunden an acht bezirkliche Regionalmuseen über die Stadt verteilt, besuchen die Jugendlichen die besonderen Orte, recherchieren vor Ort und in Archiven, interviewen Zeitzeugen und Passanten – Architekten, Archäologen, Restauratoren und Denkmalpfleger leisten dabei wertvolle Beiträge. Am Tag des offenen Denkmals treffen sich Denkmale mit jugendlicher Kreativität. In kreativen Führungen oder Lesungen, sogar in Theaterstücken, werden die Workshopergebnisse präsentiert.
Kontakt: Denk mal an Berlin e.V. – www.denk-mal-an-berlin.de
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aus der Pressemitteilung nach der Vorstandssitzung am 19.02.2010:
Wehende Fahnen in der Luft über Prenzlauer Berg, phantastische Geschichten aus dem Wasser und „Bühnen“-ständiges in Schöneberg
„Flagge zeigen als integrative Kunst“, „Mythen und Geheimnisse um das nasse Element“ – das sind die zwei luftigsten Projekte mit Tiefgang. „Mobbing in Szene“ ist das dritte bemerkenswerte von insgesamt 12 Projekten, für dessen Förderung sich der Vorstand der Jugend- und Familienstiftung des Landes Berlin in seiner ersten Sitzung in diesem Jahr, am vergangenen Freitag, entschieden hat. Insgesamt wurden 67.065 EUR an Fördermitteln bewilligt. 2009 wurden insgesamt 106 Projekte mit 496.000 EUR Fördersumme unterstützt sowie zwei Darlehen in Höhe von 45.000,- EUR ausgereicht.
Fahnenwechsel – zu allen Zeiten gab es auch Friedensfahnen
Symbolische Inhalte traditioneller Fahnen werden durch neue Inhalte und Werte gesellschaftlichen Miteinanders ausgetauscht – Freude an der eigenen Kreativität und am gemeinsamen Erlebnis, an Begegnung, Austausch und an gegenseitigen Anregungen. Erfahrene behinderte Sonnenuhrkünstler/-innen arbeiten in kleinen Teams mit Schüler/-innen aus zwei Förderschulen – und es wird bunt, wenn im September 30 bis 40 individuelle Friedensfahnen und 10 fast vier Quadratmeter große Fahnen am großen Schornstein der Kulturbrauerei befestigt werden. Nicht nur Kunstereignis, auch Grußbotschaften an neue Freunde und Demonstration des Friedens mit behinderten Menschen.
Kontakt: Sonnenuhr e.V. / RambaZamba – www.sonnenuhr-berlin.de
Über Nixen und Wassermänner – Erzählen will geübt sein
Versunkene Schätze und Städte, Seeungeheuer, Meerjungfrauen, Sirenen, Wassermänner – schon seit Urzeiten ranken sich Mythen und Geheimnisse um das nasse Element. Ganz besonders an Skandinaviens Welterzähltag am 20.03.2010 – und das schon seit über 20 Jahren. Jetzt auch bei uns in Berlin! Dafür sorgen in der Zeit von März bis Juni professionelle Märchenerzähler/-innen. Das Projekt ist zu Gast in zwei Weddinger Bibliotheken, um dort gemeinsam mit den kleinen Besucher/-innen aus umliegenden Grundschulen und Kitas in mehreren Workshops märchenhafte Wassergeschichten zu erfinden und dazu passende Exponate zu kreieren. Entstandene Geschichtenwelten, szenisch gesprochen, gestisch und musikalisch unterstützt gibt’s dann live zum Projektende. Die Geschichtenwelten-Ausstellung ist in beiden Bibliotheken zu sehen.
Kontakt: Kulturhus Berlin e.V. – www.kulturhus-berlin.de
Mobbing in Szene – Mobbing mit Beleuchtung
Auch unter Jugendlichen ist Mobbing an der Tagesordnung, gehört zum (Schul-)Alltag. Mancher mag schon Experte sein. Und genau der ist jetzt gefragt und alle Interessierten, die es werden wollen. Gleich auf zwei Gebieten: Theoretisches zum Thema und „praktische“ Erfahrungen damit sowie die Entwicklung eines entsprechenden Theaterstücks mit allem drum und dran. Es soll ein Forumtheaterstück für jugendliches Publikum ab 13 werden, eine interaktive und demokratische Spielform. Die Annäherung an das Mobbing-Phänomen und die Stückentwicklung erfolgt interaktiv zwischen den Jugendlichen und den Theaterprofis von Strahl. Am Ende wird alles beleuchtet, zur Premiere und in vielen Vorstellungen danach.
Kontakt: Theater Strahl Berlin e.V. - www.theater-strahl.de
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aus der Pressemitteilung nach der Vorstandssitzung am 29.09.09:
Keine Gewalt und keine Unfälle!
Die „Stärkung von hörgeschädigten Jugendlichen“ und „Bauen in eigener Sache“ - die Sanierung einer Skater-Anlage in jugendlicher Eigeninitiative - das sind die zwei bemerkenswertesten Projekte von insgesamt 11 Projekten, für dessen Förderung sich der Vorstand der Jugend- und Familienstiftung des Landes Berlin in seiner Septembersitzung entschieden hat. Insgesamt wurden 48.800 EUR an Fördermitteln bewilligt. In diesem Jahr wurden bisher insgesamt 91 Projekte mit 490.000 EUR Fördersumme unterstützt.
Gehörlos aber nicht hilflos. Gehörlos und sozial kompetent!
Gehörlose oder hörgeschädigte Mädchen und Jungen sollen Techniken und Methoden lernen, um sich zukünftig vor gewalttätigen Angriffen besser zu schützen, gefährliche Situationen realistischer einschätzen und sich dadurch angstfreier im öffentlichen Raum bewegen zu können – damit nicht noch mehr von ihnen Opfer von Gewalt werden müssen. Das passende Konzept erarbeiten hörende und gehörlose Expert-/innen im Bereich Gewaltprävention.
Integrierte Elemente der Musik-, Kunst-, Theater- u. Poesiepädagogik geben die benötigte Leichtigkeit für ein nicht ganz leichtes Thema – nicht zuletzt für eine bessere Erreichbarkeit der Zielgruppe.
Und dann wird trainiert – in Trainings zur sozialen Kompetenz-, Selbstbehauptung und -verteidigung. Männliche und weibliche gewaltbereite und von Gewalt betroffene Kinder und Jugendliche können sich in den Kursen fit machen und an ihrer inneren Stärke arbeiten.
Für Eltern und andere Bezugspersonen wird ein Sensibilisierungsworkshop für das Thema angeboten.
Kontakt: Bundeselternverband gehörloser Kinder e.V. – www.gehoerlosekinder.de
Projekt mit Langzeitwirkung! Es gibt nichts Gutes außer man tut es!
Und von dem „Guten“ kommt in diesem Projekt viel zusammen: vor mehr als 10 Jahren bauten Jugendliche in Hellersdorf Nord, auf der Freifläche vor der Jugendeinrichtung ‚Senfte 10’ Rampen für BMX, Skateboarding und Inlineskating. Die Idee kam vom Kids & Co. e.V., das Geld von der jfsb.
Beteiligung, Sport, positive Identifikation, Kontinuität, Langzeitwirkung, Mitmacheffekt, ... für BMXler und Skater ist die Senfte 10 zum beliebten und stark frequentierten Jugendtreff geworden. Jetzt steht eine Grundsanierung an – wieder mit Beteiligung der Jugendlichen – Bauen in eigener Sache! Ein engagierter Vater leitet die Zimmermannsarbeiten an (!), ein Grafittikünstler vermittelt die Kunst, die Videogruppe hält die Aktivitäten im Bilde fest und erarbeitet eine Ausstellung, die jfsb unterstützt mit Fördermitteln.
Kontakt: Kids & Co. – Senfte 10 – www.kids-und-co.de
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aus der Pressemitteilung nach der Vorstandssitzung am 03.06.09:
Das Bewusstmachen von Momenten der Teilhabe und der Ausgrenzung im alltäglichen Umgang und die Unterstützung bei der Entwicklung neuer Leitbilder – das waren die herausragenden Themen bei den 13 Förderentscheidungen des Vorstands der Jugend- und Familienstiftung des Landes Berlin im Juni. Insgesamt wurden 66.075 EUR an Fördermitteln bewilligt (im Jahr 2009 bisher insgesamt 40 Projekte mit 283.000 EUR Fördersumme).
Krank, behindert, jugendlich und (auch noch) türkisch!?!
- da werden vielschichtige Gefühle von Fremdheit, Abwehr und Ausgrenzung hervorgerufen....
... und genau darum wird’s gehen bei dem Filmprojekt „Blickwinkel“ des Löwenkind e.V.
Betroffene Jugendliche aus türkischen und deutschen Familien liefern den Inhalt, der mit fiktionalen Charakteren in multiperspektivischer Darstellung aufbereitet wird. Vielschichtige Gefühle von Verständnis für lebensweltliche Hintergründe, Handlungen, Bilder, Symbole und Sprache können entstehen. Ganz nebenbei eignen sich die beteiligten Jugendlichen in allen filmtechnisch relevanten Bereichen Wissen an und können praktische Erfahrungen machen. Die Jugend- u. Familienstiftung (www.jfsb.de) unterstützt das Projekt.
Mehr Infos? www.loewenkind.de
Ort für trendige Väter– das ist der Papaladen!!
Das Väterzentrum Berlin des Mannege e.V. in der Marienburger Str. in Prenzlberg ist der trendige Ort, angesagt für Väter, die was auf sich und ihre neue Vaterrolle halten. Im Papaladen ist was los, vor allem Samstags, wenn berufstätige Väter Zeit haben. Bei der bunten Mischung von Angeboten vom Familienbrunch bis hin zum Carrerabahnrennen über Spielspaßerlebnisnachmittage und Ausflüge in den Großstadtdschungel findet jeder was zum Mitmachen, was auch zum Alter des Sprösslings passt. Die ‚Erfolgsstory’ des Väterzentrums begann im Herbst 2008 mit einer jfsb-Anschubfinanzierung und beachtlicher medialer Aufmerksamkeit. Es geht voran und weiter! Und die Jugend- und Familienstiftung (www.jfsb.de) unterstützt im zweiten Jahr, damit es bleibt, das Väterzentrum mit dem Papaladen und viele Väter noch an ihrem Leitbild feilen können.
Mehr Infos? www.vaeterzentrum-berlin.de